Das Material Kork ist ein nachwachsender Rohstoff und wird aus der Rinde der Korkeiche, welche vornehmlich in Portugal und Spanien wächst, gewonnen.
Es ist wärme-und schalldämmend, trittfest und dabei elastisch, abriebfest, sehr lange haltbar, antistatisch und schwer entflammbar.
Diese Eigenschaften machen dieses Naturprodukt besonders als Fußbodenbelag interessant.
Kork lässt sich leicht reinigen und ist sehr einfach zu verlegen.
Vor dem Verlegen müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.
Zuerst ist es ratsam, die einzelnen Platten der Verpackungseinheiten untereinander zu mischen, um den Effekt unterschiedlicher Färbung auszugleichen.
Danach sollten die Korkplatten zwecks Akklimatisierung ein paar Tage im betreffenden Raum verbleiben. Da Kork ein Naturprodukt ist, muss er sich zunächst an die klimatischen Raumbedingungen, wie Temperatur und Luftfeuchte gewöhnen.
Das Verlegen muss auf festem, ebenem, trockenem und fettfreiem Untergrund erfolgen. Federnde Bretter oder ausgetretene Dielen sind nicht geeignet. Gegebenenfalls muss der Boden vorher mit Spachtelmasse oder ähnlichen Materialien ausgeglichen werden. Für Feuchträume ist Kork als Fußbodenbelag bedingt geeignet. Es bedarf einer Vollversiegelung und Pflege mit wasserabweisenden Pflegemittel.
Die Verlegungsarbeiten sollten bei einer Lufttemperatur von circa 18°C, einer Bodentemperatur von mindestens 15°C und einer Luftfeuchte von 40 bis 65 % erfolgen.
Auch der benutzte Kleber muss Raumtemperatur haben. Bei der Auswahl des Klebers muss darauf geachtet werden, dass er lösemittelfrei und für Fußböden geeignet ist. Es gibt im Handel auch Korkkleber für Wände und Decken. Dieser ist allerdings für Böden nicht ausreichend belastbar.
Die einzelnen Korkplatten werden fest mit dem Untergrund und auf Stoß verklebt. Um ein späteres Ablösen der Ecken zu vermeiden, müssen sie versetzt angeordnet sein.
Nach dem Verkleben darf der Raum für mindestens 38 Stunden nicht betreten werden.
Eventuelle Unebenheiten können durch Abschleifen mit einem Schwingschleifer oder 180er Schleifpapier ausgeglichen werden.
Unbehandelte Korkböden müssen im Anschluss noch geölt und gewachst werden.
Das Öl zieht in die Poren ein und imprägniert den Korkbelag. Die mechanische Belastbarkeit wird durch das anschließende Auftragen einer Wachsschicht verbessert.
Das Holzöl wird mit einer Rolle oder einer Streichbürste satt aufgetragen. Danach muss es bei guter Belüftung trocknen. Die minimale Trocknungszeit beträgt 24 Stunden.
Anschließend erfolgt das Wachsen. Dazu eignet sich sowohl Kalt- als auch Heißwachs. Kaltwachs kann manuell, Heißwachs muss maschinell aufgetragen werden. Eine Maschine zum Heißwachsen kann man leihen. Egal ob kalt oder heiß, für beide Methoden gilt, dass die Wachsschicht sehr dünn aufgetragen werden muss.
Anschließend muss der Wachsauftrag 24 – 48 Stunden trocknen.
Als Finish wird der Boden noch poliert. Dazu eignen sich sowohl ein herkömmlicher Bohnerbesen als auch eine Poliermaschine, die man ebenfalls ausleihen kann.
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